Kunst
Das Solinger-Tageblatt schrieb:
Der Tod als unausweichlicher Teil des Lebens
Error File Open Error
Noch ist die Stimmung gut und unbeschwert unter den jungen Mädchen. Doch bald bringt ein Schicksalsschlag ihr Leben durcheinander. Foto: Beier
THEATER Schüler der Gesamtschule Solingen überzeugten mit ihrem neuen Musical „Broken Wings“ über den Tod und die Liebe.
Eine Geschichte über eine Liebe, die den Tod überdauert, rührte gestern das Publikum im Theater und Konzerthaus zu Tränen. Die Musiktheater AG „Son et Lumière“ der Gesamtschule Solingen führte das hochemotionale Musical „Broken Wings“ auf.
Das Stück, das ein wenig an den Film „Stadt der Engel“ erinnert, erzählt die tragische Liebesgeschichte von Carrie und dem Engel Seff, die sich unsterblich ineinander verlieben. Carrie erfährt, dass sie an Krebs erkrankt ist und versucht, sich ihrem unausweichlichen Schicksal mutig und voller Hoffnung zu stellen. Um trotz der Erkrankung mit ihr zusammen sein zu können und wie ein Mensch zu fühlen, gibt Seff sein Dasein als Engel auf. Er stürzt sich von einem Dach, wodurch er sterblich wird. Doch der Tod trennt unverhofft das junge Paar.
Unter der Leitung von Peter Kaiser stellten die 56 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule eine atemberaubende Mischung aus Schauspiel, Gesang und Tanz auf die Beine. Die jungen Darsteller, die zum Teil zum ersten Mal auf einer großen Bühne standen, machten mit ihrer intensiven Präsenz und einer ausdrucksstarken Darstellung einen durchweg professionellen Eindruck.
Das nachdenklich stimmende Stück, das die AG bereits 2001 erfolgreich inszeniert hatte, überzeugte auch gestern das Publikum. „Ich bin so gerührt. Das Stück ist so wunderschön und doch so traurig, dass man die ganze Zeit weinen möchte“, urteilte eine Zuschauerin begeistert.